Ein Waldkindergarten ohne Türen und Wände klingt nach grenzenloser Freiheit. Und das stimmt auch. Aber gerade weil der Wald keine festen Mauern hat, braucht es klare, verlässliche Regeln. Sie sind es, die Kindern in der Weite des Waldes Orientierung und Sicherheit geben.
Bei den Waldstrolchen gehören dazu: nicht weglaufen, bei „STOP“ sofort innehalten, niemanden mit Worten oder Taten verletzen, vereinbarte Bereiche respektieren und sich als Gast des Waldes gegenüber Pflanzen und Tieren achtsam verhalten. Regeln, die die Kinder kennen und die täglich gemeinsam gelebt werden.
Denn Kinder, die wissen, was gilt, können sich innerhalb dieses Rahmens umso freier entfalten. Wiederkehrende Abläufe und verlässliche Strukturen stärken das Vertrauen und das Gemeinschaftsgefühl. Besonders wirkungsvoll ist das, wenn dieselbe Haltung auch zuhause gelebt wird.
Der Wald ist ein großartiger Lernraum. Gemeinsame Regeln machen ihn für alle Kinder zu einem sicheren und guten Ort.
